Geschichte des StYC

Eine ausführliche Beschreibung der ersten 100 Jahre ist mit der Festschrift 1977 von Ernst Dehl zum 100 jährigen Jubiläum des StYC verfügbar. Ergänzend dazu wurden in demselben Jahr die Erinnerungen von Eckart Luhmann in den Clubnachrichten veröffentlicht, die nun auch online verfügbar sind. Sie beleuchten das damalige Vereinsleben und die Segelei.

Hier folgt nun eine knappe Zusammenfassung der seglerischen und geschichtlichen Ereignisse des Stettiner Yacht-Clubs.

1877
26 Mitglieder gründen am 29. Oktober den „Verein Stettiner Ruderer und Segler“

1878 bis 1885
Erste Segelregatten auf dem Dammschen See. Die Ruderer verlassen nach und nach den Verein und gründen Rudervereine.

1886
Namensänderung in „Verein Stettiner Segler“; erste Seeregatten vor Swinemünde.

1887
Miete des ersten Bootshafens in Frauendorf. Am 1. Februar verleiht der Kaiser dem Club die Rechte einer juristischen Person: „Corporation“.

1888
Kauf des ersten Clubbootes „Oder“. Der Club hat 85 Mitglieder, 14 Boote segeln unter seinem Stander.

1889
Eintritt des Clubs in den 1888 gegründeten Deutschen Seglerverband. Änderung des Standers in dessen heutige Gestaltung: blau mit rotem Greif in weißer Raute.

1890
Wegen Kündigung des gemieteten Hafens Kauf des eigenen Grundstücks in Frauendorf für den neuen Hafen: ein 70x10m Kanal mündet in ein 50x27m großes Becken mit 2,5, mittlerer Tiefe. Clubhaus: ehemalige Züllchower Badeanstalt.

1891
Namensänderung in „Stettiner Yacht-Club Corporation“. Kaiser Wilhelm II stiftet den ersten „Kaiserpreis“, einen Wanderpokal für die Seeregatta vor Swinemünde, der 1898 endgültig gewonnen wurde.

1894
Hafenerweiterung und Bau eines Mastschuppens. Erste Kaiserregatta vor Swinemünde unter Beteiligung von Booten aus Kiel und einer britischen Yacht. Gewinner des Kaiserpreises ein Boot des Clubs.

1896/1897
Neubau eines Clubhauses für 25.000 Goldmark.

1898
Kaiser Wilhelm II stiftet den zweiten „Kaiserpreis“, der erst 1927 endgültig gewonnen wurde. Der Hafen wird auf 3m vertieft.

1904
5 Seeregatten, Vorläufer der späteren „Pommernwochen“.

1911
Prinz Eitel-Friedrich von Preußen übernimmt das Protektorat über den Club, damals eine große Ehre für den Club. An das Clubhaus wird „durch Spenden der Mitglieder ein geräumiges Gesellschaftszimmer“ angebaut.

1912
Gründung des „Pommerschen Regatta-Verbandes“ unter Führung des Clubs.

1913
Clubkamerad Walter Schell lässt bei A&R in Bremen einen 75qm nationalen Kreuzer, seine erste „Jutta“, bauen.

1914
Der Club zählt 221 Mitglieder. Im Juli „Pommernwoche“ mit 47 Booten. Anfang August Ausbruch des 1. Weltkrieges; die Boote werden ins Winterlager gebracht, der Segelsport ruht weitestgehend.

1918
17 Clubkameraden kehren nicht mehr aus dem Krieg zurück.

1920
Erste „Pommernwoche“ nach dem Krieg mit 86 teilnehmenden Booten. Der Club hat 340 Mitglieder, 61 Boote segeln unter seinem Stander.

1922
Die Jugendabteilung des Clubs wird am 17. Januar als „Greifen-Club“ selbständiger Verein mit eigenem Stander. „Pommernwoche“ mit 124 Startern. Die Mitgliederzahl des Clubs erreicht den Höchststand von 382. Walter Schell, später langjähriger Vorsitzender und Commodore des Clubs, ersegelt mit dem 75qm nationalen Kreuzer „Jutta III“, auch bei A&R (Baunummer 1312 / 1921) gebaut, im ersten Regattajahr 26 Preise (insgesamt erringt er mit der „Jutta III“ über 300 Preise!).

1923
Galoppierende Inflation: der Monatsbeitrag des Clubs beträgt 5.000 Mark.

1924
Nach Einführung der festen Reichsmark Grundstückstausch mit den Oderwerken und Bau eines neuen Clubhauses und Clubhafens in Gotzlow. Kosten ca. 700.000 RM. Beim Untergang der Küstenjolle „Hertha“ auf dem Haff sterben drei Mitglieder des Greifen-Clubs.

1925
Am 31. Oktober feierliche Einweihung von Clubhaus und Clubhafen, in dem 83 Boote unter dem Stander des Clubs liegen.

1927
50jähriges Stiftungsfest und Jubiläumsregatten während der Pommernwoche. Der 45qm nationale Kreuzer „Kamerad“, Swinemünder Yacht-Club, gewinnt endgültig den 1898 gestifteten 2. Kaiserpreis.

1929
Die „Ettsi IV“ nimmt unter dem Stander des Clubs an den Wettfahrten Plymouth-Santander und Santander-Bilbao teil.

1931
Kapitän Schlimbach startet vom Hafen des Clubs aus mit der „Störtebeker“ zu seiner Rekordfahrt westwärts über den Atlantik.

1936
Atlantikwettfahrt Bermuda-Cuxhaven. Der Club hatte als einer der ersten seine Beteiligung gemeldet, die sich dann doch nicht verwirklichen ließ. Dennoch nahmen Clubkameraden teil: Wolfgang Krauß und Walter Devée unter dem Stander des Stettiner Segler-Vereins auf der 16,65m-Ketsch „Arktur“, Dr. Reinhold Reichhelm als Wachführer auf der 18,72m-Ketsch „Aschanti II“ des Bremer Yacht-Clubs, die den 3. Platz belegte. Die 20m-Ketsch „Ettsi IV“, früher unter dem Clubstander segelnd, nahm ebenfalls an der Regatta teil.

1937
Die Schoneryacht „Seeteufel“ unseres außerordentlichen Mitglieds Graf Luckner läuft im April vom Clubhafen unter unserem Stander zu ihrer Weltumsegelung aus. Der Greifen-Club wird aufgelöst, nachdem seine letzten Mitglieder zum Arbeits- oder Wehrdienst eingezogen worden waren.

1939
Sofort nach Ausbruch des Krieges wird das Clubhaus beschlagnahmt und Hilfslazarett. Graf Luckner, zurück von der Weltumsegelung, stellt die im Clubhafen liegende „Seeteufel“ als Clubheim zur Verfügung.

1943
Der Vorsitzende Walter Schell wird zum Kommodore des Clubs ernannt. Der Club lässt bei A&R in dessen Zweigwerft Svendborg zwei Piratenjollen bauen: „Herta“, Beil 97 (A&R Baunummer 3645 /1943) und „Vineta“, Beil 98 (A&R Baunummer 3649 / 1943).

1945
Die meisten Boote stehen noch an Land, als in den letzten Kriegstagen die russische Armee Stettin besetzt. Nur drei Boote können unter abenteuerlichen Umständen nach Westen fliehen: „Klabautermann“, „Stromer 3“ und „Gudrun V“. Die meisten der übrigen Boote werden im Herbst 1945 auf ein Schwimmdock verladen und in die Sowjetunion transportiert. Clubhaus und Clubhafen bleiben fast unbeschädigt.

1948
Auf Initiative von Kommodore Schell des Clubs Eintragung des Clubs in das Vereinsregister (VR 840) des Amtsgerichts in Lübeck, der Patenstadt Stettins.

1953
Pirat-Jolle „Arkona“ (Beil 3, 1942 bei A&R gebaut) als Jugendboot vom NRV erworben. Liegeplatz an der Wakenitz in Lübeck.

1954
Kauf des Seekreuzers „Sedina“ (8,60×3,00×1,60) als Clubboot – im ersten Jahr 68 Charterungen.

1955
Kauf eines weiteren Piraten „Greif“ für die Jugendausbildung in Hamburg. Liegeplatz im Sommer bei Henry Mello an der Alster, im Winter bei Steidle am Goldbekkanal. 9 Kielboote und 6 Jollen segeln unter dem Stander des Clubs.

1956
Erste Liegeplätze an zwei Brücken am Priwall-Ufer der Trave in Travemünde gepachtet.

1957
Das Hausboot „Gotzlow“ wird als Clubheim zwischen den Brücken vertäut. 80. Stiftungsfest des Clubs. Der 20 qm-Jollenkreuzer „Phrix“ wird dem Club für die Jugendausbildung auf der Alster gestiftet.

1958
StYC stiftet als Mitglied der Regattagemeinschaft Lübecker Bucht und damit als Mitveranstalter der Travemünder Woche einen Wanderpreis für die Finn-Dinghi- Klasse (Silberpokal mit Gravierung und aufgesetztem Clubstander). Spendenaufruf für ein „Olympia-Boot“, mit dem sich der Club an den Ausscheidungsregatten für die Olympischen Spiele 1972 beteiligen möchte.

1959
Das Clubboot „Sedina“ wird an Clubkamerad Gerhard Weidemann verkauft („Sindbad“) und als Clubboot durch das Folkeboot „Sedina II“ ersetzt. 19 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 9.000 sm zurück.

1960
Dr. Reinhold Reichhelm erhält beim Fahrtenwettbewerb Kreuzerabteilung des DSV die Silberne Plakette für eine 950 sm – Reise nach Schweden und Norwegen mit seinem LA-Kreuzer „Tanja“. Der DSV stellt dem Club das hölzerne Finn-Dinghi „Greif“ (ex „Cormoran“, Welle 7), für die Jugendausbildung auf der Alster zur Verfügung. Dafür wird der Jollenkreuzer „Phrix“ verkauft, der Pirat (Beil 3) wird in „Arkona“ umbenannt.

1961
11 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 5.500 sm zurück. Zwei Junior-Folkeboote („Hertha“ und „Vineta“) werden als Clubboote in Dänemark gekauft und nach Travemünde überführt. „Hertha“ und „Vineta“ sind Traditionsnamen – „Vineta“ hieß das erste Jugend-Ausbildungsboots des Clubs in Stettin, gegeben durch unsere außerordentlichen Mitglieder Gräfin und Graf Luckner.

1962
85jähriges Stiftungsfest des Clubs. Der Vorstand stiftet den „Commodore-Walter-Schell-Preis“ als ewigen Wanderpreis für das punktbeste
Boot aus den internen Regatten beim An- und Absegeln eines Jahres. Dr. Leberecht Tetzlaff – „Maja III“ – erhält bei der Fernwettfahrt „Rund um Fehmarn“ der Travemünder Woche einen ersten und einen zweiten Preis. Dr. Joachim Schellmann – „Lizard“ – erhält bei der Travemünder Woche einen zweiten Preis. 21 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 11.200 sm zurück.

1963
19 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 14.000 sm zurück. Umzug des Clubs von den Brücken an der Trave in den Passathafen, Steg E, in Travemünde. Der Club hat 153 Mitglieder, 46 Boote segeln unter seinem Stander.

1964
17 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 11.800 sm zurück.

1965
17 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 9.800 sm zurück.

1966
„Struntje IV“ (A&R Baunummer 6068 / 1964, 7 KR), Dr. Günter Havemann, ersegelt auf der Kieler Woche bei den Seeregatten Kiel- Eckernförde-Kiel einen 5. und einen 3. Platz nach berechneter Zeit. 22 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 13.800 sm zurück. Das Hausboot „Gotzlow“ wird ausgemustert und abgewrackt. Hans-Joachim Ribb erhält die Bronzene Plakette der Kreuzerabteilung des DSV für seine Reise nach Süd-Norwegen mit seiner „Christina“.

1967
90jähriges Stiftungsfest des Clubs mit 168 Mitgliedern und 47 Booten unter seinem Stander. Aus diesem Anlass werden gestiftet:

  • Dr.-Tetzlaff-Regattapreis (für Erfolge bei der Kieler und Travemünder Woche)
  • Dr.-Havemann-Preis (ewiger Wanderpreis für zweithöchste Punktzahl bei An- und Absegeln)
  • Kersten-Preis (höchste Punktzahl für Boote bis 8m Länge bei An- und Absegeln)
  • Navigations-Preis (für navigatorisch beste Reise über 1.000 sm eines Jahres)
  • Seemeilen-Preis (ewiger Wanderpreis für die längste Reise eines Clubmitglieds in der Segelsaison)

1968
Kauf einer neuen Conger-Jolle „Sedina“ für die Jugendausbildung in Hamburg auf der Alster. 22 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 15.000 sm zurück.

1969
21 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 15.600 sm zurück.

1970
Kauf der Soling „Greif“ (G 33) als Clubboot. Teilnahme an der Kieler Woche (Plätze zwischen 46 und 50 von 76). Dr. Günter Havemann erhält die Goldene Plakette der Kreuzerabteilung des DSV für seine Reise rund England (2.281 sm) mit seiner „Struntje IV“.

1971
Kauf der 420er-Jolle „Arkona“ (Ersatz für den Piraten – Beil 3, Baujahr 1942), als Regattaboot für die Jugendausbildung. Teilnahme an 8 Regatten mit 34 Wettfahrten, dabei 3 Pokale gewonnen. Qualifikation und Teilnahme einer Mannschaft des Clubs (Karl-August Stolze, Uwe Peschlow, Uwe Wulf) als Teil der deutschen Nationalmannschaft an der Soling- Weltmeisterschaft im Long Island Sound / USA. Mit einer von König Konstantin von Griechenland gecharterten Soling wurde als bestes der drei deutschen Teams in einem Teilnehmerfeld von 55 Booten Platz 21erreicht. Der Club hat 195 Mitglieder, 75 Boote segeln unter seinem Stander.

1972
Spende einer weiteren Soling „ Vineta“ (G 109). Teilnahme beider Soling an nationalen Regatten; Plätze im Mittelfeld.

1973
Kauf einer weiteren 420er-Jolle „Odin“ für das Regattasegeln der Jugendlichen.

1974
Teilnahme der 420er-Jollen an zahlreichen Regatten, überwiegend Platzierungen im vorderen Drittel der Teilnehmerfelder und entsprechende Preise.

1975
Dr. Günter Havemann nimmt mit dem Neubau „Struntje V“ (47Fuß-Huisman-Sloop, Schwesterschiff des Admiral Cuppers „Saudade“) an der Nordsee-Woche, der Kieler Woche (dort 6. Platz unter 16 Admirals Cuppern), der Cowes-Week und der Herbstwoche Flensburg teil, mit zahlreichen Platzierungen im vorderen Drittel der Teilnehmerfelder.
Karl-August Stolze gewinnt mit seinem Vierteltonner „ Katinka“ den 1. Preis seiner Klasse bei Kieler Woche, den Vierteltonner-Pokal und wird Nationaler Deutscher Meister. Auf der Travemünder Woche gewinnt er bei den Regatten Travemünde- Fehmarn und Fehmarn-Travemünde jeweils den 1. Preis, und mit seinem Eintonner „Albireo“ den 5. Preis der Seeregatta Travemünde-Gedser-Travemünde. Die 420er-Jollen gewinnen bei 24 Regatten 12 Preise, darunter den Titel des „Schleswig-Holsteinischen Jugendmeisters“.

1976
Dr. Günter Havemann nimmt mit seiner „Struntje V“ und einer Amateurcrew an der Kapstadt-Rio-Regatta teil. Trotz eines Großbaumbruchs 12 Stunden vor Rio gewinnt er den 3. Preis in der Klasse I (35 Teilnehmer), nur 5 Stunden hinter „Ondine“, einer 25m-Yacht, 9 Stunden hinter „Guia III“ und vor der Admirals Cup-Gewinnerin 1973 „Rubin IV“. Anschließend segelt er die „Struntje V“ auf eigenem Kiel von Rio zurück in die Niederlande. Weitere Reisen führten die „Struntje V“ nach Stockholm und zu den Regatten der Kieler Woche. Das Boot legte 1976 insgesamt 14.921 sm auf eigenem Kiel zurück. 17 andere Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 13.500 sm zurück.

1977
100jähriges Stiftungsfest des Clubs mit zahlreichen Ehrungen, darunter eine Ehrentafel, überreicht vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein. Der Club hat 236 Mitglieder, 86 Boote segeln unter seinem Stander. Kommodore Eckart Luhmann stiftet einen ewigen internen Wanderpreis. Dr. Günter Havemann nimmt mit „Struntje V“ an der Nordseewoche, der Kieler Woche, der Cowes Week und der Flensburger Woche jeweils mit guten Platzierungen teil. Karl-August Stolze erzielt mit der „Gumboots“ bei Rund Fehmarn, der Kieler Woche, bei den Pokalregatten Danzig. Bei den Tonnerregatten in der Lübecker Bucht und bei der Flensburger Woche zahlreiche 1. Plätze belegen. Dr. Wolf-Dietrich Luhmann ist mit seiner „Svantewit“ bei der Kieler Woche und der Regatta Korsör-Kiel erfolgreich. Arne Mußbach wird als Vorschoter mit Steuermann Hans-Peter Petersen Deutscher Vizemeister der 505er-Jollen. 17 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 15.800 sm zurück.

1978
Dr. Günter Havemann ersegelt mit der „Struntje V“ bei den Major-Regatten auf der Ostsee den 1. Preis, auf der Nordsee-Woche einen 3. und 5. Preis, bei der Kieler Woche je einen 1., 2. und 3. Preis, bei der Flensburger Woche das Blaugelbe Band der Flensburger Förde. Jens Jahnke erringt mit „Nephrit“ bei der Vierteltonner- Regatta der Oberelbe den 1. Preis und Wanderpokal. und bei den Ausscheidungsregatten zum Sardinien-Cup den 7. Platz. Die 420er-Jollen nehmen bei 8 Regatten an 40 Wettfahrten teil und erringen 5 Preise, darunter einen 1. Platz. Im 505er wird Arne Mußbach als Vorschoter Deutscher Meister. 17 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 12.800 sm zurück.

1979
Dr. Günter Havemann nimmt mit der „Struntje V“ als einziges europäisches Boot an der Regatta Buenos Aires-Rio teil, belegt den 11. Platz und erhält den 1.Preis für das bestausgerüstete Boot dieser Regatta. Bei den Ausscheidungswettfahrten zum Admirals Cup wird „Struntje V“ zwölftes von neunzehn Booten. 11 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 7.800 sm zurück.

1980
Dr. Günter Havemann belegt mit der „Struntje V“ bei der Nordseewoche drei 1. Plätze, bei der Kieler Woche vier 1. Plätze, Dr. Wolf-Dietrich Luhmann mit der „Svantewit“ bei der Kieler Woche zwei 1. Plätze. Wolfgang Steiger und seine „Najad“ gewinnen bei der Fehmarn-rund-Wettfahrt den 1. Platz von 19 Teilnehmern. Die 420er- und 470er- Jollen nehmen an zahlreichen Regatten teil und belegen überwiegend Plätze im vorderen Drittel der Teilnehmerfelder. Dr. Reinhold Reichhelm erringt den Fahrtenwanderpries der LA-Kreuzer-Gilde, Dänemark.

1981
Dr. Günter Havemann belegt mit der „Struntje V“ bei der Nordseewoche zwei 1. und drei 2. Plätze, bei der Kieler Woche drei 1. Plätze und einen 2. Platz, bei der Flensburger Woche zwei 1. Plätze und eine 2. Platz und verfehlte das Blaue Band um nur 60 Sekunden. Dr. Wolf-Dietrich Luhmann ersegelt mit der „Svantewit“ bei der Kieler Woche drei 1. Plätze und gewinnt den Admiral-Begas-Gedächtnispreis für das schnellste Boot der Klasse III auf der Fehmarnregatta. Wolfgang Steiger und seine „Scomber“ gewinnen die Najad-Regatta vor Heiligenhafen. Die 420er- und 470er- Jollen nehmen an zahlreichen Regatten teil und belegen Plätze im vorderen Drittel und Mittelfeld der Teilnehmerfelder.

1982
Dr. Günter Havemann nimmt mit der „Struntje V“ am Skaw-Race (Marstrand – Kristiansand/N – Peersgrunden – Skagens Rev – Marstrand) teil und wird „first ship home“ der Klassen I und II. Gegen eine starke Konkurrenz neuer Zweckbau- Regattaboote ein großer Erfolg für ein voll ausgebautes Boot von 1974 mit einer Amateurcrew!
17 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 12.800 sm zurück
Am 29. Oktober, genau 105 Jahre nach Gründung des Clubs in Stettin, wird der erste Spatenstich für das neue Hafenprojekt in Lübeck am Alten Arm der Trave getan.

1983
24 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 17.800 sm zurück.
Mit Dr. Günter Havemann verstirbt ein herausragender Regattasegler des Clubs.

1984
8 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 5.500 sm zurück.

1985
19 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 16.400 sm zurück.

1986
Am 3. Mai werden mit einem Hafenfest das in Eigenarbeit fertiggestellte Clubhaus und der Clubhafen offiziell eingeweiht. Der Club wird mit der Sportplakette des Bundespräsidenten ausgezeichnet, die vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein überreicht wird. 13 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 10.700 sm zurück.

1990
11 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 10.700 sm zurück. Im Clubhafen wird eine Bootswaschanlage gebaut.

1991
13 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 11.400 sm zurück. In Eigenarbeit wird ein Bootshaus auf dem Gelände des Clubhafens gebaut.

1992
18 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 14.600 sm zurück.

1999
7 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 11.400 sm zurück.

2000
8 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 5.900 sm zurück. Bei der Gemeinschaftswettfahrt der Travevereine ersegelt Walter Schlaphof mit seiner „Walmon“ den 1. Platz in seiner Gruppe.

2001
6 Boote des Clubs legen auf Sommerreisen insgesamt 4.100 sm zurück.

2002
Am 13. Juli kehren unsere Clubkameraden Rainer Firch und Ehefrau Daphne Schön von ihrer fünfjährigen Weltumseglung mit ihrer Ketsch „Lojan von Artlenburg“ in unseren Clubhafen zurück.

2004
Austausch der hölzernen Heckpfähle entlang der Steganlage im Clubhafen gegen Stahlpfähle mit Kunststoffummantelung.

2005
Unterhaltungsbaggerung im Bereich der Krananlage und einiger Liegeplätze im Clubhafen.

2008
Die Jaguar 22 „Inge“ unseres Clubkameraden Detlev Raasch wird zu einem symbolischen Preis als Clubboot für die Jugendarbeit erworben und im Jahr darauf als „Onca“ in Dienst gestellt.

2009
Im Winter Beginn der in vier Abschnitten in Eigenarbeit geplanten Erneuerung des Steges im Clubhafen

2012
Erneuerung des Steges im Clubhafen erfolgreich beendet.

2014
Ende der Jugendausbildung auf der Alster in Hamburg und Verlegung der Jollen von dort in den Clubhafen. Aufbau einer neuen Jugendgruppe im Clubhafen. Bestand an vereinseigenen Jugendbooten: 9 Optimisten-Jollen, 4 Conger-Jollen. Kontaktaufnahme mit Stettiner Seglern: Stowarzyszenie Żeglarski Szczecin (Stettiner Segelverein) und Yacht Klub Polski Szczecin.

2015
Am 16. Mai nimmt eine Delegation des Clubs an der Einweihung eines Teilstücks der Segler-Allee in Stettin teil; drei Boote unter dem Stander des Clubs segeln dazu nach Stettin. Neben anderen wird eine von Clubmitgliedern gestiftete Bronzetafel eingeweiht, die in der Segler-Allee an den Beitrag des Clubs zur Entwicklung des Segelsports in Stettin und Pommern erinnert. Bei einem Treffen mit dem Yacht Klub Polski Szczecin werden Stander und Geschenke ausgetauscht und die beiderseitige Absicht erklärt, die Kontakte zwischen den Clubs zu vertiefen.

Quellen:
YACHT-Artikel zum 50. Clubjubiläum 1927,
YACHT-Artikel zum 60. Clubjubiläum 1937,
Festschrift zum 75. Clubjubiläum 1952,
Clubnachrichten und Clubmitteilungen seit 1961 und deren
Sonderhefte zum 90. und 100. Clubjubiläum

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